2000 Arnold Schoenberg Meiserschueler

Die Berliner Akademie der Künste, im Jahr 1696 durch den Brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III gegründet, war die dritte Akademie dieser Art in Europa. Schönberg wurde nach dem Tod Busonis in 1924 ernanntals Nachfolger Busonis. Die Berufung Schönbergs besass durchaus provozierenden Charakter: Schönberg war ein unbequemer Geist, der den Konservativen als Traditionsverächter galt, der jüngeren Generation um Hindemith hingegen als unmoderner Dogmatiker. Offiziell wurde er zum Oktober 1925 berufen, trat seine Stelle jedoch aus gesundheitlichen Gründen erst im Januar des folgenden Jahres an, und übersiedelte damit zum dritten Mal in die deutsche Hauptstadt. Schönberg stellte bei der Aufnahme in seine Meisterklasse strenge Anforderungen an seine zukünftigen Schüler. Zu den Schülern Schönbergs gehörten nicht nur Berliner Musiker, wie etwa Walter Gronostay oder Rudolph und Walter Goehr, sondern auch von auswärts Kommende, so etwa der Schweitzer Erich Schmid, die Griechen Nikos Skalkottas und Charilaos Perpessa, der Siebenbürger Norbert von Hannenheim, die Russin Natalie Prawossudowitsch sowie die Amerikaner Marc Blitzstein und Adolph Weiss. Im Unterricht ging Schönberg wie in Wien von den Werken der Klassik aus, die gemeinsam am Klavier gespielt wurden, und besprach mit den Schülern die ihn vorgelegten Kompositionen.


Uitvoerenden:
Ebony Band
Werner Herbers, muzikale leiding

Programma:

Norbert von Hannenheim

Streichquartett nr. XI

(1898-1944?)

Allegro

 

Allegretto

 

Largo

 

Presto

Adolph Weiss

Sonata de Camera (1929)

(1891-1971)

Adagio

 

Allegro

 

Adagio

Erwin Schulhoff (1894-1942)

Zehn Themen (1919)

Otto Griebel (1895-1972)

Sehr einfach und ruhig

 

Mit Brutalität

 

Einfach

 

Schnell

 

Fliessend

 

Brutal

 

Sehr fliessend

 

Ruhige Bewegung

 

Mit Aufschwung

 

Ruhig verklärt

 

Uitgevoerd:
Arnol Schönberg Center, Wenen, 20 januari 2001